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Forum » Leihstimmen

Beitrag 1 bis 6 von 6 Beiträgen
isabell

Leihstimmen

Von isabell am 23.01.2013, 21:47 Uhr
#1
Leihstimmen zwischen CDU und FDP hat es öfter gegeben,aber noch nie in einem solchen Umfang.
Der Erststimmenanteil für die FDP in NDS beträgt 3,3%,der Zweitstimmenanteil hingegen 9,9%. Wenn die FDP noch mehr Erststimmen an die CDU gegeben hätte, hätte Schwarz-Gelb die Wahl sogar gewinnen können.
Nun zur Relativierung des Wahlerfolgs der FDP. Die umfangreichen Befragungen am Wahltag haben ergeben, dass einerseits 104000 Zeitstimmen von der CDU an die FDP gewandert sind.Das macht knapp 30% der FDP-Stimmen.Andererseits haben 68% der FDP-Wahler gesagt,sie wollten eigentlich CDU wählen. Nehmen wir an,dass die Wahrheit in der Mitte bei 50% liegt.(Ich habe bisher keine genaueren Analysen gefunden.) Dann schmelzen die 9,9% auf 4,95%. Das war die Prognose mehrerer Umfragen,die Wahlbörse lag immer darüber.Die CDU hätte bei Rechnung 40%bekommen.
Die Frage ist, wie man unter solchen Bedingungen bei den nächsten Wahlen die FDP und auch die CDU bewerten soll?
Wir wollen trotzdem sportlich den FDP-Fans in der Wahlbörse zu ihrem klaren Sieg in der Rangliste gratulieren.
Die nächsten Wahlen in Bayern,Hessen und im Bund werden spannend.
gruener

RE: Leihstimmen

Von gruener am 24.01.2013, 02:18 Uhr
#2
Die Frage ist, wie man unter solchen Bedingungen bei den nächsten Wahlen die FDP und auch die CDU bewerten soll?


die fragestellung ist müßig. ich erwarte von einem wahlbörsentrader, dass er solche überlegungen in sein handeln einbezieht.
allerdings klammere ich nicht aus, dass dies in einem umfeld, das primär auf die resultate von meinungsforschern schielt und sich medial beeinflussen lässt, nicht leicht fällt. dir scheinbar auch nicht.

nichtsdestotrotz schüttele ich - als nicht fdp-fan - den kopf darüber, wie hier im vorfelde der nds-wahl (und nicht nur dieser wahl) der kurs der fdp zerrissen worden ist - weil vermeintlich viel zu hoch. ich neige zu der arroganten feststellung, manch einer sollte das handeln an wahlbörsen sein lassen und lieber den (vermutlich rauchfreien) stimmtisch mit seinen politischen erwartungen beglücken. der prognose dieser wahlbörse würde es bestimmt keinen abbruch tun.
isabell

RE: Leihstimmen

Von isabell am 24.01.2013, 09:34 Uhr
#3
1. Ich persönlich versuche alle Informationen-auch Umfragen- in meine Bewertung einzubeziehen.
2. Deine Bemerkung über das Stammtisch-Niveau von Händlern in der Wahlbörse ist nicht angemessen auch wenn die große Mehrheit die FDP anders eingestuft hat, zumal die Wahlbörse insgesamt ganz ordentlich abgeschnitten hat.(von CDU und FDP aus den erklärten Gründen abgesehen)
3.Bei Wahlfieber ist die FDP bis auf wenige Ausnahmen immer deutlich unter den Werten in der Wahlbörse gewesen.Und dort waren die hohen Werte für die Linke eine Spekulationsblase. Da waren die Umfragen meist deutlich besser.
P.S. In meinem ersten Beitrag muss es für die CDU nicht 40%, sondern 41% heißen.Kleiner Rechenfehler.
lenor

RE: Leihstimmen

Von lenor am 24.01.2013, 19:32 Uhr
#4
Ich finde den Begriff Leihstimme schon falsch. Wähler geben einer Partei ihre Erststimme und einer Partei ihre Zweitstimme, sie verleihen keine Stimmen. Die Wählerwanderung von CDU Stimmen an die FDP bzw. die Differenz zwischen Erst- und Zweitstimmen als Verleihen zu interpretieren erscheint mir irreführend.
Es gibt ohne weiteres viele FDP-Stammwähler, die dennoch ihre Erststimme nicht der FDP geben, da sie sich an der Entscheidung welcher Kandidat in ihrem Wahlkreis direkt gewählt werden soll beteiligen wollen.

Wenn allerdings so viele befragte FDP-Wähler sagen, sie seien eigentlich CDU Wähler hat das Aussagekraft. Vielleicht spielt aber auch der McDonalds-Effekt (alle gehen hin aber keiner gibt es zu)bei dieser Befragung eine Rolle.

Ohne Zweifel hat es viele CDU-Wähler gegeben, die die FDP gewählt haben um die schwarz-gelbe Regierung zu erhalten.
Dazu hat entscheidend nicht das Verhalten der CDU im Wahlkampf, sondern die permanente Behauptung, die FDP sei so schwach, dass sie rausfliegen könnte(Umfrage Bund 2%) beigetragen. Bei realistischerer Einschätzung und Berichterstattung hätte es nicht so viele CDU Wähler gegeben, die der FDP ihre Zweitstimme gegeben hätten.
Auch die Entwicklung in der Wahlbörse hat diesen Effekt begünstigt.

Diese Entwicklung war aber doch zumindest im Grundsatz absehbar und ist bei den Teilnehmern berücksichtigt worden.

Ein weiterer Effekt ist aber bisher kaum angesprochen worden, der positive Philipp Rösler-Effekt. Rösler war ein anerkannter und beliebter Politiker in Niedersachsen und deshalb ist dort das Bild von ihm besser als im Bundesschnitt. Auch mag dies zu einer zusätzlichen Mobilisierung von Wählern für die FDP beigetragen haben.

Außerdem hat die schwarz-gelbe Regierung in Niedersachsen ein deutlich besseres und geschlosseneres Bild vermittelt als im Bund.


isabell

RE: Leihstimmen

Von isabell am 24.01.2013, 22:46 Uhr
#5
Nach der Definition bei Wikipedia ist der Begriff Leih- oder Stützstimme für diesen Fall vorgesehen. Für mich müßte noch hinzukommen,dass ein solcher Wähler mit seiner Zweitstimme bei der nächsten Wahl wieder zu seiner ursprünglich bevorzugten Partei zurück kehrt.
Ein Stimmensplitting ist allgemeiner,weil Erst-und Zweitstimme an verschiedene Parteien gehen.
Da die nächste Landtagswahl in NDS wohl erst wieder in 5 Jahren ist, wird es interessant sein, wie die Stimmenverteilung zwischen CDU und FDP bei der nächsten Bundestagswahl sein wird.
Rubicon72

RE: Leihstimmen

Von Rubicon72 am 28.01.2013, 09:16 Uhr
#6
Ich finde den Begriff Leihstimme schon falsch. Wähler geben einer Partei ihre Erststimme und einer Partei ihre Zweitstimme, sie verleihen keine Stimmen.
Es gibt ohne weiteres viele FDP-Stammwähler, die dennoch ihre Erststimme nicht der FDP geben, da sie sich an der Entscheidung welcher Kandidat in ihrem Wahlkreis direkt gewählt werden soll beteiligen wollen.

Völlig korrekt. Es ist ja gerade der Vorteil/Nachteil eines Zwei-Stimmen-Systems, die Stimmen splitten zu können. Denselben Effekt gibt es auch bei vielen Wählern der Grünen -- oder allgemein kleineren Parteien --, weil der Direktkandidat der Grünen im Regelfall keine realistische Erfolgschance hat.
Ohne Zweifel hat es viele CDU-Wähler gegeben, die die FDP gewählt haben um die schwarz-gelbe Regierung zu erhalten.
Dazu hat entscheidend nicht das Verhalten der CDU im Wahlkampf, sondern die permanente Behauptung, die FDP sei so schwach, dass sie rausfliegen könnte(Umfrage Bund 2%) beigetragen. Bei realistischerer Einschätzung und Berichterstattung hätte es nicht so viele CDU Wähler gegeben, die der FDP ihre Zweitstimme gegeben hätten.

Da stimme ich dir zu. Das Ausmaß war aber auch für mich überraschend. Aber rückblickend war es wohl so, dass gerade der Eindruck, es stünde Spitz-auf-Knopf für die FDP besonders viele Wähler zum Splitting verleitet hat. Vermutlich korrelliert das Verhalten mit dem Abstand der Umfragewerte der kleinen Partei von der 5%-Hürde nach oben und unten. Erscheint das Überspringen höchst (un)wahrscheinlich, sinkt die Bereitschaft/Notwendigkeit zum Stimmensplitting...
Diese Entwicklung war aber doch zumindest im Grundsatz absehbar und ist bei den Teilnehmern berücksichtigt worden.

So ist es, aber das Ausmaß ist für jede Umfrage sehr schwer vorhersagbar. Allerdings haben alle Umfragen -- insbesondere auch unsere Börse -- ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Lager vorausgesagt.
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