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Forum » Gesamtrangliste der Bundestagswahlen 2002-2021

Beitrag 1 bis 4 von 4 Beiträgen
Administration

Gesamtrangliste der Bundestagswahlen 2002-2021

Von Administration am 20.10.2021, 20:36 Uhr
#1
Institut  Methode   Anzahl  MAF  Rang  MAPF  Rang  MQF  Rang  MFIP95  Rang  Top3  Flop3  Diff/TN  Rang  MR  Rang  RS   Gesamtrang 
Prognosys-Master-Vote EP 3 0.913 1 7.46 1 1.55 1 0.048 1 0 0 0.00 8.5 4.000 3 15.5 1
Prognosys/PESM WB 5 1.124 3 9.89 6 2.47 5 0.095 3.5 4 0 0.80 1 3.400 1 19.5 2
Wahlfieber WB 5 1.134 4 9.20 2 2.19 3 0.162 8 2 0 0.40 2 3.600 2 21.0 3
FGW U 6 1.178 5 9.80 5 2.48 6 0.079 2 2 0 0.33 3.5 4.083 4 25.5 4
INSA U 3 1.043 2 9.40 3 1.79 2 0.095 3.5 0 0 0.00 8.5 7.000 10 29.0 5
Allensbach U 6 1.243 7 10.61 7 2.79 8 0.187 9 2 1 0.17 5 5.667 6 42.0 6
Trend Research U 3 1.215 6 9.61 4 2.39 4 0.190 10.5 0 0 0.00 8.5 9.333 12 45.0 7
Wahlstreet) WB 3 1.249 9 10.93 9 3.14 11 0.222 12 2 1 0.33 3.5 4.333 5 49.5 8
infratest U 6 1.249 8 11.40 10 3.05 10 0.159 7 0 0 0.00 8.5 6.333 8 51.5 9
PollyVote EP 3 1.311 11 12.11 12 2.52 7 0.143 6 0 0 0.00 8.5 10.000 13 57.5 10
Emnid U 6 1.313 12 12.02 11 3.18 12 0.131 5 0 1 -0.17 13 6.250 7 60.0 11
Forsa U 6 1.303 10 10.68 8 3.28 13 0.242 15 1 2 -0.17 13 6.417 9 68.0 12
eix WB 3 1.511 14 16.36 15 4.23 15 0.190 10.5 1 1 0.00 8.5 7.833 11 74.0 13
Prognos EP 3 1.320 13 12.69 13 2.98 9 0.238 14 0 1 -0.33 15 11.000 15 79.0 14
GMS U 6 1.526 15 13.17 14 3.87 14 0.230 13 0 1 -0.17 13 10.167 14 83.0 15
Ipsos U 3 2.021 16 17.07 16 6.70 16 0.381 16 0 3 -1.00 16 14.000 16 96.0 16
Methodenvergleich EP 3 1.182 1 10.76 1 2.35 1 0.143 1     -0.11 2.5 8.333 3 9.5 1
über die Mittelwerte WB 4 1.254 2 11.60 3 3.01 2 0.167 2     0.38 1 4.792 1 11.0 2
der jeweiligen Kenngrößen U 9 1.343 3 11.53 2 3.28 3 0.188 3     -0.11 2.5 7.694 2 15.5 3

Gesamtrangliste der Bundestagswahlen 2002-2021 (Stand 20.10.2021)

Erläuterungen zum Aufbau der Rangliste

MAF: mittlerer, absoluter Fehler

Für jedes Institut werden die absoluten Abweichungen (das heißt ohne Beachtung der Vorzeichen) zwischen Prognose und Wahlergebnis für jede Partei aufaddiert und daraus der Mittelwert berechnet.

Der MAF ist einfach interpretierbar und wird in den Medien am häufigsten verwendet.

MAPF: mittlerer, absoluter, prozentualer Fehler

Die absoluten Abweichungen zwischen Prognose und Wahlergebnis (MAF) werden bei jeder Partei durch die zugehörigen Wahlergebnisse dividiert. Diese Quotienten werden aufaddiert und daraus der Mittelwert berechnet.

Der MAPF ist eine sinnvolle Ergänzung zum MAF, da er den absoluten Fehler in Relation zum Wahlergebnis betrachtet. Es macht einen deutlichen Unterschied, ob man beispielsweise bei einem Wahlergebnis von 5% oder von 20% um absolute 2 Prozentpunkte falsch liegt. Im ersten Falle beträgt der prozentuale, absolute Fehler 40%, im zweiten nur 10%. Das bedeutet jedoch auch, dass der MAPF sehr sensibel auf eune Abweichung bei einer kleineren Partei reagieren kann.

MQF: mittlerer, quadratischer Fehler

Hier werden die einzelnen absoluten Abweichungen zwischen Prognose und Wahlergebnis für jede Partei quadriert. Diese Werte werden aufsummiert und daraus der Mittelwert bestimmt. Bisweilen wird daraus noch die Quadratwurzel gezogen, um den sogenannten root mean square error (RMSE) zu erhalten.

Der MQF bzw. RMSE ist ein natürliches Distanzmaß und liefert die Basis für statistische Tests.

MFIP95: mittlerer Fehler für Intervall-Prognosen

Für jede Partei und die Sonstigen wird auf Basis der jeweiligen Punktprognose mittels der bei Zufallsstichproben üblichen Fehlerformel ein 95%-iges Prognoseintervall berechnet. Ein Fehler liegt vor, wenn dieses Prognoseintervall den tatsächlichen Wert nicht überdeckt. Gibt es z.B. in 7 Fällen 2 Fehler, so beträgt der zug. MFIP95 hierfür 2/7=0.286.

Weitere Anmerkungen

Alle vier Fehlerkriterien sind stark positiv korreliert. Bei jedem Fehlerkriterium wird jedem Institut durch Vergleich der Werte mit den anderen Instituten ein entsprechender Rang zugeordnet. Bei Gleichheit von mehreren Instituten in einem Kriterium wird allen der entsprechende mittlere Rang zugewiesen. Alle vier Fehlermaße werden gleich gewichtet. Aus den einzelnen Rängen wird die Rangsumme (RS) gebildet, mit deren Hilfe schließlich die endgültige Rangliste bei Einzelwahlen erstellt wird.

Zu den vier Fehlermaßen werden für die Erstellung einer Gesamtrangliste aus mehreren Einzelranglisten noch zwei zusätzliche Kriterien verwendet, nämlich der Top3/Flop3-Anteil sowie der mittlere Rang für die jeweilige Gruppe. Beim ersteren werden Platzierungen unter den ersten drei Rängen aller Teilnehmer positiv und unter den letzten drei Plätzen negativ bewertet. Diese Differenz zwischen der Anzahl der Top3- und der Flop3-Plätze wird noch durch die Anzahl der Teilnahmen dividiert.

Beim mittleren Rang (MR) werden die Ränge aus den Einzelranglisten gemittelt. Ferner werden nur Institute in die Gesamtrangliste aufgenommen, die an mindestens der Hälfte der Einzelwahlen teilgenommen haben.

Administration

RE: Gesamtrangliste der Bundestagswahlen 2002-2021

Von Administration am 22.10.2021, 16:41 Uhr
#2
Die Gesamtrangliste zu den Bundestagswahlen beginnt 2002, weil seitdem verstärkt Wahlbörsen eingesetzt worden sind. Ferner wird gefordert, dass ein Institut nur dann in diese Rangliste aufgenommen wird, wenn es an mindestens der Hälfte dieser Bundestagswahlen teilgenommen hat. Bis zur letzten Wahl waren dies zehn Institute, die alle weiterhin dabei sind. Jetzt kommen sechs neue hinzu, und zwar die drei Umfrageinstitute INSA, Trend Research und Ipsos sowie die drei Expertenprognosen von Prognosys, PollyVote und Prognos mit jeweils drei Teilnahmen.
In der Zusammenstellung zu einer Gesamtrangliste gibt es dadurch einige kleine Harmonisierungsprobleme, weil zum Beispiel insgesamt die letzten Bundestagswahlen 2017 und 2021 hinsichtlich der Prognosegüte recht gut ausgefallen sind, insbesondere im Vergleich zur bisher schlechtesten von 2005. Bei den vier individuellen Kriterien MAF, MAPF, MQF und MFIP95 kann man feststellen, dass die Neulinge dadurch einen gewissen Vorteil haben. Bei den beiden kollektiven Kriterien ist es hingegen anders. Mit den Top3/Flop3 Bewertungen sollen besonders gute bzw. schlechte Institute in jeder Wahl in Bezug auf alle Teilnehmer einen zusätzlichen Bonus bzw. Malus erhalten. Das ist bei den Wahlen 2002 bis 2009 mit insgesamt 9 bis 11 Teilnehmern leichter realisierbar als bei den letzten beiden Wahlen mit der Rekordzahl von 24 Instituten. Noch deutlicher wird dieser Sachverhalt beim Kriterium MR des mittleren Rangs. Dort werden nur in Bezug auf die Teilnehmer am Gesamtranking für jede Wahl die Ränge ermittelt und der Durchschnitt gebildet. Da es bei den ersten Bundestagswahlen von 2002 bis 2009 deutlich weniger Konkurrenten gab als von 2013 bis 2021 haben hier die Neulinge einen Nachteil. Bei Betrachtung aller sechs Kriterien kommt es damit zu einem Ausgleich. Diese Rangliste, die neben der Gesamtrangliste aus allen aktuellen Landtagswahlen am wichtigsten ist, besitzt daher eine starke Aussagekraft.

Nach den Bundestagswahlen von 2013 und 2017 hatte sich ein stabiles Spitzentrio aus Forschungsgruppe Wahlen (FGW) und den beiden Wahlbörsen von Prognosys und ProKons gebildet. Jetzt hat der Neuling Prognosys-Master-Vote mit drei sehr guten bis guten Prognosen die Führungsposition erobert vor der PESM-Wahlbörse, ebenfalls von Prognosys, sowie Wahlfieber von ProKons. Durch das im Vergleich zur Konkurrenz nicht ganz so gute Abschneiden in 2021 liegt FGW nun auf dem vierten Platz, vor dem zweiten Neuling, dem Umfrageinstitut INSA.

Hinter diesem Quintet klafft in der Rangsumme und damit der Qualität eine große Lücke. Im nachfolgenden Mittelfeld sind sechs weitere Institute positioniert. Zunächst Allensbach, das noch face-to-face-Umfragen durchführt und dieses Mal von allen zwölf teilnehmenden Umfrageinstituten am besten abgeschnitten hat. Es folgt mit Trend Research ein weiterer Neuling vor Wahlstreet, der Wahlbörse von Ecce Terram, die 1998 in Kooperation mit „Die Zeit“ und einem Rekord von 9500 Teilnehmern die Wahlbörsen populär gemacht hat. Diese verdienstvolle Wahlbörse wird nach der nächsten Bundestagswahl wahrscheinlich ausscheiden, weil sie seit 2009 nicht mehr aktiv war. Auf dem achten Platz steht infratest. Dieses Institut könnte in der Spitzengruppe sein, wenn es nicht darauf verzichten würde, in der letzten Woche vor der Wahl Umfragen durchzuführen. Auf den neunten Platz steht mit PollyVote von der Universität München ein sehr interessanter Vertreter, der mit seinem kombinierten Ansatz in den USA große Erfolge errungen hat. Die Methode enthält folgende Komponenten: Durchschnittswerte von Umfragen, Prognosemärkte, eine Expertengruppe sowie Spezialmodelle. In Deutschland scheint die Konkurrenz härter zu sein. Das Mittelfeld wird von Kantar (früher Emnid) komplettiert.

Das hintere Drittel wird von Forsa angeführt. Dahinter folgt mit eix eine Wahlbörse der Universität Karlsruhe., die ebenfalls bereits länger nicht mehr angetreten ist. Die Expertenprognose von Prognos erreicht nur einen enttäuschenden vierzehnten Platz. Bei Landtagswahlen hat sie wesentlich besser abgeschnitten und häufig Spitzenresultate erzielt. Das Umfrageinstitut GMS kann sich nicht verbessern und landet auf dem fünfzehnten Platz. Schlusslicht ist das Umfrageinstitut Ipsos, das neu dabei ist, aber bisher nicht überzeugen konnte.

Beim Methodenvergleich führen die drei Spezialprognosen von Prognosys-Master-Vote, PollyVote und Prognos knapp vor der Gruppe der vier Wahlbörsen. Klar auf den letzten Platz landen die neun Umfrageinstitute.
Diese Gesamtrangliste für die sechs zurückliegenden Bundestagswahlen ist sehr aufschlussreich, weil sie über einen längeren Zeitraum mit Hilfe von sechs Kriterien eindeutig die Spreu vom Weizen trennt und die Institute mit besonders guter Prognosequalität auszeichnet.
gruener

RE: Gesamtrangliste der Bundestagswahlen 2002-2021

Von gruener am 25.10.2021, 03:11 Uhr
#3
ich erlaube mir anzumerken:
1. (off-topic) ich bin eine weitere antwort in einem anderen thread schuldig. momentan fehlt elider die zeit, um mich erneut in die materie reinzuknien. ich bitte um geduld.

2. die obige liste ist m.e. unvollständig.
es fehlen u.a. zwei expertenprognosen, für die zumindest mir/uns daten bzgl. der letzten drei bundestagswahlen vorliegen. die eine stammt primär ebenfalls aus sh, die andere kommt (primär?) aus tirol.

ich persönlich lege wert auf vollständigkeit. u.a. deswegen auch mein anliegen an anderer stelle, die prognosen von drei anbietern für die bundestagswahl 2021 hier zu veröffentlichen, da ich diese nicht verifizieren kann resp. deren hiesige fehlerwerte nicht ansatzweise mit den meinigen übereinstimmen. betroffen sind: polly vote, zweitstimme, election.

3. da ihr schreibt "Dahinter folgt mit eix eine Wahlbörse der Universität Karlsruhe., die ebenfalls bereits länger nicht mehr angetreten ist", die frage: deren 2013er (handelsblatt) und 2017er (faz orakel) prognosen wurden aber schon berücksichtigt?

gruener

RE: Gesamtrangliste der Bundestagswahlen 2002-2021

Von gruener am 25.10.2021, 03:51 Uhr
#4
ach ja, für die zwei unter 2. im letzten post aufgeführten EPs erlaube ich mir ebenfalls, anhand der mir vorliegenden zahlen zumindest drei durchschnittswerte vorzulegen - bei ebenfalls jeweils drei abgegebenen prognosen, analog zum Prognosys Master Vote:
Birnstingl:

MAF - 0,870
MAPF - 8,27
MWF - 1,27

Wahlfieber Team

MAF - 0,837
MAPF - 8,66
MWF - 1,37

diese zahlen legen nahe, dass ingesamt wohl drei expertenprognosen auf den berüchtigten treppchen für die drei besten prognosen stehen dürften.

die einzelnen prognosezahlen können dem entsprechendem forum auf wahlfieber entnommen werden.

es erschließt sich mir auf die schnelle nicht, wer an erster, an zweiter oder an dritter stelle aufgerufen werden dürfte.
da die werte eng beieinander liegen, scheint dies beinahe unerheblich... oder?
Beitrag 1 bis 4 von 4 Beiträgen

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