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Forum » Bundestagswahl 2017

Beitrag 21 bis 30 von 2079 Beiträgen
Rubicon72

RE: Bundestagswahl 2017

Von Rubicon72 am 17.10.2016, 15:10 Uhr
#21
Es gab meiner Meinung nach in Deutschland nie eine strukturelle linke Mehrheit. Dies kommt einem nur so vor, da es bei den Medien eine strukturelle linke Mehrheit gibt, aber bei der Gesamtheit der Bevölkerung ist diese nicht vorhanden.


Wenn Sie "Bevölkerung" durch "Wähler" ersetzen stimme ich der Aussage zu. In den Medien würde ich sogar eher von einer grünen Dominanz sprechen, wobei grün von links-grün bis grün-bürgerlich reicht.
2013 gab es KEINE linke Mehrheit in der Bevölkerung, lediglich durch die Verzerrung durch die 5% Hürde gibt es diese hauchdünn im Parlament (CDU/CSU + FDP + AfD erhielt mehr als 50% der Stimmen).


Dem stimme ich weitgehend zu. Ich würde aber Bevölkerung durch Wähler ersetzen.
Trader

RE: Bundestagswahl 2017

Von Trader am 17.10.2016, 17:38 Uhr
#22
Warum könnt ihr nicht akzeptieren,dass nach der BTW 2013 rechnerisch eine rot-rot-grüne Regierungskoalition möglich war?
Warum bringt ihr die vermutete Präferenz der Nichtwähler oder die verzerrende 5%-Hürde ins Spiel?


Das liegt sicher an der unterschiedlichen Interpretation, was Linker Trollalarm mit einer strukturellen linken Mehrheit wirklich gemeint hat.

Richtig ist ja, bei der BTW 2013 kamen R2G auf 42,7%, während CDU/CSU nur auf 41,5% kamen. Das bedeutet aber auch: 15,8% der Wählerstimmen hatten keine Vertretung im Bundestag. Ein wirklich extrem hoher Wert, der ungesund ist.
Nimmt man FDP/AfD hinzu, war das Verhältnis der Wähler schon 51 zu 49.

Nimmt man die Partei der Vernunft, Bayernpartei, Rep, pro Dtl, NPD hinzu und rechnet alle anderen Parteien zum "linken Lager", dann war das Verhältnis aller Wähler bereits 2013 schon 52,9% zu 47,1%

Die letzten Wahlen haben ebenfalls gezeigt, dass die Wahlbeteiligung durch die AfD wieder steigt. Von den ehemaligen Nichtwählern gehen die meisten Stimmen hier bekanntlich an die AfD. Somit kann man durchaus sagen, das es bei den ehemaligen Nichtwählern, die wieder zur Wahl gegangen sind, keine strukturelle linke Mehrheit gibt.

Für die Bundestagswahl 2017 erwarte ich trotzdem nur einen leichten Anstieg der Wahlbeteiligung (ca. 75%, 80% wären phantastisch). Da die FDP ebenfalls wieder in den Bundestag einziehen sollte, wird es dann vermutlich 6 Parteien im Parlament geben.
Ich erwarte somit eine weitere Verschiebung z.g. des "konservativen/liberalen" Lagers von ca. 60:40. Das ist viel weiter von einer strukturellen linken Mehrheit (der Wähler) in Deutschland entfernt, als es noch bei der BTW 2013 war..
Die Regierungspolitik von Merkel/Gabriel ist daran Schuld.

Da es eine große Koaltion 2017 wohl nicht mehr geben wird, ist somit nach meiner Einschätzung das wahrscheinlichste Szenario eine CDU/CSU Koalition mit den Grünen und der FDP. Positiv daran wäre, es gäbe endlich wieder in Dtl. eine starke Opposition mit AfD, SPD und Linkspartei.
Alternativ wäre auch eine Minderheitsregierung von CDU/CSU und FDP unter "Duldung" der AfD möglich.
Wegweiser

RE: Bundestagswahl 2017

Von Wegweiser am 17.10.2016, 17:47 Uhr
#23
Warum könnt ihr nicht akzeptieren,dass nach der BTW 2013 rechnerisch eine rot-rot-grüne Regierungskoalition möglich war?
Warum bringt ihr die vermutete Präferenz der Nichtwähler oder die verzerrende 5%-Hürde ins Spiel?

Na, wer sagt denn, dass ich das nicht akzeptiere. Aber es ging um die Frage ob es eine strukturelle linke Mehrheit gibt und dazu muss ich eben alle Stimmen addieren, die abgegeben wurden, auch jene die nicht 5% der Gesamtwählerstimmen ausmachen. Und da hat es eben bei der 2013-er Wahl eine so bisher noch nie dagewesene Verzerrung der Lager durch die 5%-Hürde gegeben, das sollten auch Sie bemerkt haben. Trader hat das ja genauer erläutert. Nebenbei sei erwähnt, dass es demokratipolitisch schon bedenklich ist wenn über 15% aller abgegebenen Stimmen im Parlament nicht berücksichtigt sind.

Die Nichtwähler habe ich ausdrücklich nicht erwähnt und tue das auch nicht, denn wer nicht zur Wahl geht, kann nicht irgendeinem Lager zugerechnet werden, diesen Leuten ist es einfach egal wer gewählt wird. Deshalb gilt für mich auch die Gleichung Wähler=Bevölkerung, alles andere wäre nicht fundiert.
Rubicon72

RE: Bundestagswahl 2017

Von Rubicon72 am 17.10.2016, 17:50 Uhr
#24
Warum könnt ihr nicht akzeptieren,dass nach der BTW 2013 rechnerisch eine rot-rot-grüne Regierungskoalition möglich war?


Das bestreitet niemand. Das ist aber eine rechnerische Mehrheit. Eine strukturelle Mehrheit bedeutet meiner Meinung nach, dass die Mehrheit der Bevölkerung "links" tickt und sich das auch bei Wahlen äußert. Wenn man sich die Historie der Regierungen in D ansieht, gab es in der BRD strukturell eine klare konservative Mehrheit (bei Mehrheitswahlrecht hätte es vermutlich nur bei zwei BTW eine linke Mehrheit gegeben); nach der Einheit hat sich daran nur mittelbar durch die Präsenz der Linkspartei etwas geändert (wobei hier auch ein deutlicher Konservatismus mitschwingt).
Wegweiser

RE: Bundestagswahl 2017

Von Wegweiser am 17.10.2016, 17:50 Uhr
#25
Da die FDP ebenfalls wieder in den Bundestag einziehen sollte, wird es dann vermutlich 6 Parteien im Parlament geben.

Hoppala und was ist mit der AfD? Glauben Sie, dass Sie an der 5% Hürde scheitert? ;-)
Trader

RE: Bundestagswahl 2017

Von Trader am 17.10.2016, 17:58 Uhr
#26
CDU, SPD, Grüne, Linke, FDP, AfD, CSU
Stimmt, es sind natürlich 7 Parteien. Ich habe CDU/CSU in einen Topf geworfen. Ist sicherlich nicht ganz korrekt...:)
isabell

RE: Bundestagswahl 2017

Von isabell am 17.10.2016, 18:45 Uhr
#27
Ich komme mit dem Begriff strukturelle Mehrheit nicht klar.
Nach dem Bremer Politikwissenschaftler liegt eine strukturelle Mehrheit vor,wenn sie einer Partei oder Parteienkoalition immer wieder neue (regierungsfähige ) Mehrheiten garantiert.
So verstanden,macht der Begriff in dieser Diskussion wenig Sinn.
Rubicon72

RE: Bundestagswahl 2017

Von Rubicon72 am 17.10.2016, 18:58 Uhr
#28
Ich komme mit dem Begriff strukturelle Mehrheit nicht klar.
Nach dem Bremer Politikwissenschaftler liegt eine strukturelle Mehrheit vor,wenn sie einer Partei oder Parteienkoalition immer wieder neue (regierungsfähige ) Mehrheiten garantiert.
So verstanden,macht der Begriff in dieser Diskussion wenig Sinn.


Damit bin ich völlig einverstanden. Wie ich meinte, hat uns diese strukturelle Mehrheit in den vergangenen 67 Jahren 47 Jahre CDU-Kanzler und 20 Jahre SPD-Kanzler beschert...

In dieser Diskussion ist der Begriff wenig hilfreich, weil die tatsächliche Mehrheit von der Wahlbeteiligung und natürlich der jeweils aktuellen politischen Positionierung und deren Breite einer Partei abhängt.
Linker_Trollalarm

RE: Bundestagswahl 2017

Von Linker_Trollalarm am 17.10.2016, 19:20 Uhr
#29
Damit bin ich völlig einverstanden. Wie ich meinte, hat uns diese strukturelle Mehrheit in den vergangenen 67 Jahren 47 Jahre CDU-Kanzler und 20 Jahre SPD-Kanzler beschert...

In dieser Diskussion ist der Begriff wenig hilfreich, weil die tatsächliche Mehrheit von der Wahlbeteiligung und natürlich der jeweils aktuellen politischen Positionierung und deren Breite einer Partei abhängt.



Die Bonner Republik hatte diese linke strukturelle Mehrheit noch nicht, diese ist erst durch die "Wiedervereinigung" entstanden. Brandt wurde übrigens nur möglich, weil die FDP die Seiten wechselte.

Dass sich diese Verschiebung ergeben hat, wurde zunächst durch die Kanzlerschaft von Kohl nicht sichtbar, weil er mit seiner Politik im "Osten" zunächst großen Zuspruch fand.

Und wird aktuell ebenfalls weniger deutlich sichtbar, weil Merkel die CDU sozialdemokratisierte und nach links rückte. Ihr macht es euch zu einfach, indem ihr einfach Parteiergebnisse addiert. Selbstverständlich ist es natürlich auch in einem Land mit einer strukturell linken Mehrheit möglich, dass dort auch einmal Rechte regieren können - kann mit dem politischen Personal (gut auf der einen, schlecht auf der anderen Seite) zu tun haben, mit schlechter linker Politik in der Regierungsverantwortung etc..

Im übrigen verwundert mich ein wenig die Diskussion hier:

Schaut euch doch bitte die Bundestagswahlergebnisse getrennt nach Ost und West an, deutlicher könnten die Unterschiede doch nicht sein. Ich bin diesbezüglich so konservativ, die Linkspartei nicht wie Rubicon zu den Konservativen zu zählen...
Rubicon72

RE: Bundestagswahl 2017

Von Rubicon72 am 17.10.2016, 20:04 Uhr
#30
Die Bonner Republik hatte diese linke strukturelle Mehrheit noch nicht, diese ist erst durch die "Wiedervereinigung" entstanden. Brandt wurde übrigens nur möglich, weil die FDP die Seiten wechselte.


Ganz genau.

Ihr macht es euch zu einfach, indem ihr einfach Parteiergebnisse addiert.


Aber den Fehler machst du auch, wenn du die Linke zur strukturellen Linken zählst. Die PDS war doch die Partei des DDR-Establishments, daher sehr konservativ auf die alten Verhältnisse bezogen; das mag sich mittlerweile wandeln und die Linke zu einer tatsächlich bundesweit linken Partei -- in gleichem Maß aber verliert sie auch Wähleranteile im Osten.
Schaut euch doch bitte die Bundestagswahlergebnisse getrennt nach Ost und West an, deutlicher könnten die Unterschiede doch nicht sein. Ich bin diesbezüglich so konservativ, die Linkspartei nicht wie Rubicon zu den Konservativen zu zählen...


S. o.

Die Linke im Osten ist auch deshalb koalitionsfähiger mit SPD/Grünen, weil sie viel weiter rechts steht bzw. viel konservativer und eben dem dortigen "Establishment" zuzurechnen ist. Zu dieser These könnte Trader als aus dem Osten stammender evtl. etwas beisteuern?
Beitrag 21 bis 30 von 2079 Beiträgen

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