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Forum » Wahlbörse Sachsen

Beitrag 1 bis 4 von 4 Beiträgen
ProfDrWalterMohr

Wahlbörse Sachsen

Von ProfDrWalterMohr am 02.09.2014, 12:56 Uhr
#1
Liebe Mitspieler der PESM-Wahlbörse,
das Team von prognosys möchte sich herzlich bei Ihnen für die erfolgreiche Durchführung der Wahlbörse in Sachsen bedanken.
Ferner freuen wir uns über die Aktivität im Diskussionsforum, das jetzt auch außerhalb beachtet wird.
Wir veröffentlichen zudem den Abschlussbericht für unseren Kooperationspartner, die Freie Presse aus Chemnitz.
ProfDrWalterMohr

Wahlbörse Sachsen

Von ProfDrWalterMohr am 02.09.2014, 13:01 Uhr
#2
Abschlussbericht zur Wahlbörse in Sachsen
Seit 14 Jahren ist unsere Forschungsfirma prognosys auf dem Gebiet der Wahlprognosen tätig. Die abgelaufene Wahlbörse für die Landtagswahl in Sachsen ist dabei mit einer Laufzeit von nur sieben Wochen eine der kürzesten, aber auch eine der erfolgreichsten gewesen, obwohl die Voraussagen aus mehreren Gründen besonders schwierig waren. So sind die Einschätzungen bei Landtagswahlen wegen ihrer politischen Spezialitäten – und das gilt besonders für Sachsen – in der Tendenz schwerer zu treffen als bei Bundestagswahlen. Meist fallen unsere Ergebnisse bei Landtagswahlen im Osten eher schlechter aus als im Westen, weil dort mehr Bewegung zwischen den Parteien und die Wahlbeteiligung geringer ist. Außerdem fallen Wahlbörsen mit mehr Parteien häufig weniger gut aus. In Sachsen waren es einschließlich der Sonstigen acht Parteien, darunter mit der AfD eine völlig neue.
Wieder hat sich die Kooperation mit einer großen Landeszeitung bestens bewährt .Diese Erfahrung haben wir auch schon mehrfach in unserem Bundesland Schleswig-Holstein gemacht. Dadurch gewinnt man genügend aktive Mitspieler, wie die 88 Teilnehmer in Sachsen zeigen, und erreicht gleichzeitig die erfolgreiche Mischung von Stammspielern und Zeitungslesern aus der Region.
Bei den Zeitungen in Sachsen war bezüglich der Prognosequalität ein Klassenunterschied zu beobachten. Die Freie Presse mit der Wahlbörse hat wesentlich besser abgeschnitten als die beiden Konkurrenten, die mit heimischen Umfrageinstituten gearbeitet haben. Die Wahlbörse konnte sich zusammen mit ARD und ZDF in der ersten Liga behaupten, wie die folgende Rangliste zeigt. Als Kriterium wird dabei der mittlere, absolute Fehler verwendet. Hierzu werden die absoluten Fehler, also ohne Unterscheidung von Über – oder Unterschätzung, addiert und durch die Anzahl der Parteien geteilt. Mit diesem Vergleichsmaßstab kann man auch die oben gemachten Schwierigkeitseinstufungen bei Wahlprognosen nummerisch verifizieren.
Gemeinsam auf Platz 1 liegen die Wahlbörse und infratest dimap (ARD) mit einem mittleren, absoluten Fehler von 0,8%. Dieses entspricht bei unserer harten Notenvergabe einer Bewertung von sehr gut bis gut. Auf dem dritten Rang steht die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) mit 1,0%. Bemerkenswert daran ist, dass sich deren letzte Umfrage drei Tage vor Schluss sogar gegen die Tendenz leicht verschlechtert hat. Dann kommt in erheblichem Abstand Forsa mit 1,4%, allerdings mit einer schon etwas älteren Umfrage. Deutlich abgeschlagen reihen sich uniQma mit 1,6% sowie IM Field mit 1,9%, die beiden in Sachsen beheimateten Institute, am Ende ein.
Welches sind nun die Gründe für das erfolgreiche Abschneiden der Wahlbörse in Sachsen? Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das Wahltippspiel, das zur Festlegung der Startkurse in der Börse verwendet wird, mit einem Fehler von 1,1% das beste bei uns jemals erzielte Ergebnis war. Es ist allein schon präziser als mehrere der Umfrageinstitute. Andererseits weist es ebenfalls auf die Qualität der Einschätzungen durch die Mitspieler hin. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die wesentlichen Tendenzen der Wahl richtig vorhergesagt worden sind. Die Wahlbörse hat die CDU von allen Konkurrenten am tiefsten und im Verlauf meist unter 40% eingeschätzt. Die AfD wurde hingegen an der Wahlbörse immer deutlich am höchsten eingestuft. Schließlich lag die Wahlbörse qualitativ richtig mit der Aussage, dass die NPD nicht wieder in den Landtag kommen wird. Allerdings war das wegen des knappen Endergebnisses dieser Partei eher Glück .
Trotz großer Bemühungen haben wir zu den Wahlen in Brandenburg und Thüringen keine Zeitungen für eine gemeinsame Wahlbörse gewinnen können. Umso mehr freuen wir uns, dass die Freie Presse so erfolgreich mit uns zusammengearbeitet hat und bedanken uns für das Engagement.
Prof. Dr. Walter Mohr
Ruebezahl

RE: Wahlbörse Sachsen

Von Ruebezahl am 02.09.2014, 14:03 Uhr
#3

--- Beitrag wurde entfernt ---

Alternativlos

RE: Wahlbörse Sachsen

Von Alternativlos am 15.09.2014, 00:43 Uhr
#4
Andererseits weist es ebenfalls auf die Qualität der Einschätzungen durch die Mitspieler hin.
Prof. Dr. Walter Mohr


Wir haben uns auch in Thüringen wieder ganz toll angestrengt. Ich bin sicher ihr Abschlussbericht wird deswegen erneut sehr gut ausfallen. Vielleicht(?) habe ich in Thüringen den entscheidenen (Schluß)Beitrag in den letzten 30 min noch geleistet, als ich ganz massiv den urplöztlichen Anstieg der CDU über 34% verhindern musste. Sonst wäre der MAF sicher 1/10 Punkt höher gewesen und der Abstand zu Infratest größer. Das hat mir allerdings massive Verluste gebracht, weil ich durch die vielen Blockkäufe auch unzählige SPD Aktien ins Depot bekam, die ich nicht mehr verkaufen konnte. Aber sei´s drum. Der Erfolg der PESM Wahlbörse in Thüringen war mir in diesem Fall viel wichtiger....*g*
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