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Forum » Populisten in Europa

Beitrag 1 bis 10 von 22 Beiträgen
Rubicon72

Populisten in Europa

Von Rubicon72 am 23.04.2014, 20:06 Uhr
#1
Während in D anti-Europapopulisten keine großen Chancen bei der anstehenden Wahl haben werden, verheißen die aktuellen Umfragen in einigen Ländern nichts Gutes:
UK:
CON 22%, LAB 30%, LDEM 10%, UKIP 27% (!), GREEN 6%

NL:
D66 29, VVD 26, PVV 24 (!)

F:
UMP 25%; FN 24% (!); PS 19%

A:
ÖVP 26, SPÖ 24, FPÖ 18 (!), NEOS 14, Grüne 13
Alternativlos

RE: Populisten in Europa

Von Alternativlos am 23.04.2014, 20:50 Uhr
#2
Die letzte Umfrage in Österreich vom 21.4. in der "Sonntagsfrage" sieht die FPÖ sogar bei 27% an erster Stelle. Demzufolge "wundere" ich mich etwas, dass die FPÖ bei der Europawahl nur 18% bekommen soll.
Also abwarten...die Prognosen in Österreich sind meistens nie so ganz exakt und die Österreicher oft für Überraschungen gut ....*g*


http://neuwal.com/wahlumfragen/
Rubicon72

RE: Populisten in Europa

Von Rubicon72 am 23.04.2014, 21:39 Uhr
#3
Die letzte Umfrage in Österreich vom 21.4. in der "Sonntagsfrage" sieht die FPÖ sogar bei 27% an erster Stelle. Demzufolge "wundere" ich mich etwas, dass die FPÖ bei der Europawahl nur 18% bekommen soll.

Es klingt fast so, als ob es Ihnen gefiele, wenn diese Burschenschafter-Partei so gut abschneiden würde ;-)

Abgesehen ist es nicht wirklich verwunderlich, dass Parteien bei den unterschiedlichen Wahlen unterschiedlich abschneiden. Allerdings hätte auch ich bei der Europawahl die höheren Werte für die FPÖ erwartet.
gruener

RE: Populisten in Europa

Von gruener am 23.04.2014, 22:00 Uhr
#4
Es klingt fast so, als ob es Ihnen gefiele, wenn diese Burschenschafter-Partei so gut abschneiden würde ;-)

die fpö ist doch die einzige österreichische partei, die es wirklich verdient, im europäischen parlament zu sitzen.
deren vorstellung von demokratie und deren innerparteiliche demokratie sind fast deckungsgleich mit den demokratievorstellungen innerhalb der eu.
analoges gilt selbstredend auch für FN, PVV, FIDESZ, DF, Chrysi Avyi, Perussuomalaiset - und, wären sie schon in der eu, für Swoboda.
in diesen parteien sitzen die wahren EUropäer (kein tippfehler)
Rubicon72

RE: Populisten in Europa

Von Rubicon72 am 23.04.2014, 22:27 Uhr
#5
in diesen parteien sitzen die wahren EUropäer (kein tippfehler)

Bin mir etwas unsicher, ob hier Zynismus weiterhilft ;-)
Alternativlos

RE: Populisten in Europa

Von Alternativlos am 23.04.2014, 22:35 Uhr
#6
Die 1. Frage die man sich stellen sollte ist doch folgende:
Wieso kommt es, dass immer mehr Menschen in vielen Ländern Europas Parteien wählen, die sie als wahre EUropäer (kein Tippfehler) bezeichnen?

In Griechenland haben sie übrigens noch die Goldene Morgenröthe vergessen.


Die 2.Frage die man sich stellen sollte ist folgende:
Wäre diese traurige Entwicklung auch so eingetreten, wenn man den EURO niemals in diesen so wirtschaftlich unterschiedlichen Ländern eingeführt hätte?

Europa hat nämlich mit dem EWS Währungssystem übrigens wirtschaftlich recht gut funktioniert. Die Italiener und andere konnten abwerten, die Deutschen mussten deswegen zum Glück immer wettbewerbsfähiger werden und konnten billig in den Urlaub nach Italien fahren usw.usw. Es gab kein Haß, kein Streit und alle waren mehr oder weniger zufrieden mit der Situation. Ich kann verstehen, dass die Tschechen ihre Krone und die Polen ihren Zloty weiter behalten wollen. Griechenland ist denen ein mahnendes Beispiel.
Aber jetzt ist ja alles wieder i.O. Griechenland geht es lt.Medien wieder besser, auch Portugal läuft schon fast super. Die EU-hat vor den Wahlen wieder einmal alles richtig gemacht....*g*
Rubicon72

RE: Populisten in Europa

Von Rubicon72 am 23.04.2014, 22:46 Uhr
#7
Die 1. Frage die man sich stellen sollte ist doch folgende:
Wieso kommt es, dass immer mehr Menschen in vielen Ländern Europas Parteien wählen, die sie als wahre EUropäer (kein Tippfehler) bezeichnen?
Das liegt zum einen an den zweifelsohne vorhandenen Demokratiedefiziten und zum anderen an dem Gefühl, dass einige als lebensfremd empfundene Vorschriften aus Brüssel kommen, die allerdings ausgerechnet von den nationalen Regierungen initiiert wurden, die diese Regeln am Ende geißeln ;-)
Die 2.Frage die man sich stellen sollte ist folgende:
Wäre diese traurige Entwicklung auch so eingetreten, wenn man den EURO niemals in diesen so wirtschaftlich unterschiedlichen Ländern eingeführt hätte?
Hier scheiden sich bestimmt die Geister, denn der Euro ansich ist nicht das Problem. Es wurden aber einige flankierende Maßnahmen unterlassen (Steuerharmonisierung, Eurobonds etc.), die dessen Gelingen befördert hätten. Nach wie vor ist der Euro summa summarum ein Segen für Europa, auch wenn jetzt bestimmt einige entsetzt aufheulen werden...
Alternativlos

RE: Populisten in Europa

Von Alternativlos am 23.04.2014, 23:26 Uhr
#8
Nach wie vor ist der Euro summa summarum ein Segen für Europa, auch wenn jetzt bestimmt einige entsetzt aufheulen werden...


Ich werde das sicher nicht tun, doch genau dieser entscheidende Fakt ist doch mit der Grund, weshalb auch in Deutschland überhaupt die AfD entstanden ist. Es ist in Deutschland einfach nicht mehr möglich gewesen über "Alternativen" zum EURO zu diskutieren und wie man die Krise besser lösen kann. Auch über das Ziel "der Vereinigten Staaten von Europa" sollte man mit den Bürgern diskutieren und sie am Ende in einer Volksabstimmung (nach Schweizer Vorbild) entscheiden lassen, was sie möchten. Es gibt auf beide Seiten ansatzvolle Argumente mit PRO und Contra, doch es muss auch in Deutschland endlich möglich sein, darüber vernünftig zu reden. Wenn man dann Menschen und in der AfD handelt es sich überwiegend um sehr gebildete Menschen die übrigens auch echte Doktoren und Professoren sind, dann als Populisten bezeichnet, dann sind das einfach unhaltbare Zustände, die ich so in Deutschland nicht möchte. Demokratie ist ja genau das Ringen um die besten Ideen in der Politik und niemand sollte da, nur weil er eine andere Meinung zu einem bestimmten Thema hat, beschimpft werden. Hätte es in der CDU noch hundert ähnliche Leute wie Herrn Bosbach (das ist der, der aus den eigenen Reihen beschimpft wurde, "ich kann deine Fresse nicht mehr sehen") gegeben oder in der FDP noch hundert Leute ähnlich wie Frank Schäffler, dann wäre es mit Sicherheit niemals zur Gründung der AfD gekommen. Doch wenn Frau Merkel sagt, es ist ALTERNATIVLOS, dann ist es eben nicht(!) alternativlos, denn ein ALTERNATIVLOS gibt es nämlich in Wirtschaftsfragen niemals. ALTERNATIVLOS gibt es nur bei dem Wort FRIEDEN, anstatt Krieg. ALTERNATIVLOS FÜR FRIEDEN - auch dafür sollten wir alle in Europa stehen.
Alternativlos

RE: Populisten in Europa

Von Alternativlos am 23.04.2014, 23:33 Uhr
#9
ALTERNATIVLOS FÜR FRIEDEN - auch dafür sollten wir alle in Europa stehen.

...und wenn ich daran denke, dass Deutschland einer der größten Waffenexporteuer der Welt ist, dann wird mir richtig schlecht dabei.
gruener

RE: Populisten in Europa

Von gruener am 23.04.2014, 23:49 Uhr
#10
Die 1. Frage die man sich stellen sollte ist doch folgende:
Wieso kommt es, dass immer mehr Menschen in vielen Ländern Europas Parteien wählen, die sie als wahre EUropäer (kein Tippfehler) bezeichnen?

die menschen fühlen sich verarscht. und das zurecht!
In Griechenland haben sie übrigens noch die Goldene Morgenröthe vergessen.

ich war so frei, den originalnamen dieser partei anzuführen: Chrysi Avyi
Die 2.Frage die man sich stellen sollte ist folgende:
Wäre diese traurige Entwicklung auch so eingetreten, wenn man den EURO niemals in diesen so wirtschaftlich unterschiedlichen Ländern eingeführt hätte?

gute frage. ich denke allerdings, die meisten sind blöd genug, dass dies keinen wirklichen unterschied machen würde. denn bekanntlich wählen die allerdümmsten kälber - ergo, die masse - ihre schlächter immer noch freiwillig selber.
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